
Ein Warenausgang kann nur gebucht werden, wenn der VDA-Check-Status "leer" oder "Vollständig" ist.
Voraussetzung für den VDA-Label-Check ist, dass für den Debitor ein solcher Check aktiv ist und dass die in der Debitorenpackstruktur des Artikels der Haken „Drucken“ gesetzt ist. Wenn Ein Warenausgang für diesen Kreditor erstellt wird, muss für alle Packstücke, welche in der Packstruktur im Warenausgang „Drucken“=Ja hinterlegt haben, ein VDA-Label-Check durchgeführt werden.

Nur bei Packstücken, für welche ein VDA-Label gedruckt werden soll, kann ein VDA-Label-Check erfolgen. Somit muss auf der Packstruktur, welche auf dem Automotiven Verkaufsauftrag hinterlegt ist, das Boolean „Drucken“ = JA gesetzt sein.
Die grundlegende Einrichtung eines VDA-Label-Check geht vom Debitor aus.

VDA Label Check Active= Ja bedeutet, dass für alle Ladungsträger, welche zu diesem Debitor versendet werden, ein VDA-Label-Check durchgeführt werden muss


Es kann nachfolgend über 2 Wege der VDA-Label-Check durchgeführt werden. Nach dem Scan der internen Packstück-Nr. werden anschließend alle VDA-Nr. angezeigt, welche für dieses Packstück verwendet werden kann.

Gleichermaßen kann der Check auch auf Grundlage des externen VDA-Labels erfolgen. Nach Scan der VDA-Nr. werden anschließend jene Packstücke angezeigt, auf welche das externe Label passt.

Wenn ein Label (intern und extern) erneut gescannt wird, erscheint ein Dialogfeld:

Nach Bestätigung mit „OK“ wird der Status des Packstückes auf „Pending“ zurückgestellt. Das Label muss erneut abgescannt werden und ein erneuter VDA-Label-Check kann durchgeführt werden.

Wenn Packstück-Nr. oder VDA-Labels abgescannt werden, welche nicht angezeigt werden, erscheint eine Fehlermeldung:

Die Anzeige möglicher interner u externer Labels zur Zuordnung basiert auf einem bestimmten Filter. Nur VDA-Labels von Packstücken, welche in den folgenden Eigenschaften übereinstimmen, können untereinander eingetauscht werden:
Tabelle 5042770
• Warenausgangs-Nr. (Feld 1) • Warenausgangs-Zeilen-Nr. (Feld 2) • Herkunfts-Nr. (Feld 7) • LT-Artikel-Nr. (Feld 32) • Label-Kennung (Feld 33) • Artikel-Nr. (Feld 39) • Variantencode (Feld 41) • Chargen-Nr. (Feld 42) • Debitor-Nr. (Feld 51) • Gesamtfüllmenge (Feld 85) • Einzel Nettogewicht (Feld 80) • Einzel Bruttogewicht (Feld 81) • Einzel Füllmenge ( Feld 82) • Gesamtgewicht Netto (Feld 83) • Gesamtgewicht Brutto (Feld 84)
Somit können auch gleichartige Singles in Ihren VDA-Labels miteinander getauscht werden, welche sich nicht auf dem gleichen Master befinden. Singles-Labels wie auch Master-Labels können nur getauscht werden, wenn diese Singles und Master in Ihren Attributen identisch sind.
Nach der Zuordnung von internen und externen Packstück-Nr. über BE-FUSION wird in der Packstruktur des Warenausgangs diese Zuordnung hinterlegt. Dies erfolgt, indem die jeweilige „Entry No.“ der Packstück-Nr. zugeordnet wird und der Status auf „Complete“ gesetzt wird. Die Spalte der Entry No. (Feld 206) der Tabelle 5042770 (Packstruktur Warenausgang) besitzt kein Auto-Increment. Somit können die darin befindlichen Spalten getauscht werden. Durch den VDA-Label-Check wird anschließend der internen Packstück-Nr. die dazugehörige Entry-Nr. zugeordnet.

Ein Warenausgang mit VDA-Label-Check-Pflicht kann nur verbucht werden, wenn der Status auf Complete gesetzt ist. Dies wird automatisiert angezeigt, wenn kein Packstück in der Packstruktur mit „Pending“ vorhanden ist.

In einem Notfallprozess kann bei fehlendem Druck der VDA-Labels über die unregistrierte Packstruktur des Warenausgangs der VDA-Label-Check-Status umgestellt werden. Danach muss die Packstruktur wieder registriert werden Somit ist auch in einem Neben-Prozess das Buchen eines Warenausgangs möglich.


Das Ziel des Scans der externen Seriennummer ist eine Verknüpfung interner Packstücknummern mit externen Nummern der Ladungsträger. Somit kann der Debitor über die Weitergabe dieser externen Seriennummer die Packstücke bei sich vereinnahmen. Diese externe Seriennummer kann hierbei verschiedenartig decodiert sein:
• RFID-Tag • Barcode
Die externe Seriennummer wird folgend als RFLT-ID bezeichnet. Sie ist pro Ladungsträger einmalig. Basis der Programmierung bildete Anfang 2023 die Vorgabe von BMW, Sonderladungsträger nur versenden zu dürfen, wenn der Lieferant (Kundenunternehmen) den ausgelesenen RFID-Tag des Ladungsträgers per Lieferschein-DFÜ (VDA4913) übermittelt.
Die bei Daimler verwendete Methodik der RFLT-Codierung ist die Multi-Use-Konzept über „on-metal-Tags“.
Der Inhalt des RFID-Tags ist wie folgt zusammengesetzt:


Daimler hinterlegt auf den Sonderladungsträgern einen Barcode, welcher die externe Seriennummer des Ladungsträgers codiert.
Die letzte Zahl dieses Barcodes beschreibt die Seite des Ladungsträgers.
In der Lieferschein-DFÜ VDA4913 wird die Information des RFID-Tags an den folgenden Stellen übertragen:



Die RFLT-ID-Pflicht wird über die Artikelreferenzen des Ladungsträgers eingetragen.

Eine RFLT-ID-Pflicht kann nur ausgangsseitig, also für alle Debitoren oder debitorenspezifisch, festgelegt werden.

In der BE-FUSION Einrichtung muss die Struktur des RFID-Tag-Inhaltes angegeben werden. Gemäß der Vorgabe bei Daimler ist hier der zu verwendende Regex wie folgt:


Auf der Debitorenkarte muss die DUNS-Nr. des Debitors hinterlegt werden.

Der RFID-Notfallprozess beschreibt die Situation, wobei bei der Eingabe der RFLT-ID nicht der komplette Inhalt des RFID-Tags eingegeben/abgescannt wird, sondern lediglich die externe Seriennummer des Ladungsträgers. Da diese Nummer gemäß der Vorgabe von Daimler der letzte Bestandteil der RFLT-ID darstellt, wird hierbei der Tag-Inhalt durch Stammdaten nachträglich konstruiert.

| Sequenz | Programmierung |
|---|---|
| 27B | fest codiert |
| UN | fest codiert |
| CIN (DUNS-Nr.) | aus Artikel-Karte des Debitors --> Debitor von Autom.- VK-Auftrag oder erster Eintrag in Artikelreferenz des LT-Artikels mit RFID-Pflicht (Bei Scan über Packstückverwaltung) |
| OT | Autom. Artikel-Nr. des LT-Artikels für den Debitor (Artikelreferenz) |
| Separator | fest codiert |
| Seriennummer | Angegebene Nummer im Feld RFLT-ID --> letzte Nummer der Seriennummer wird nicht mit in den RFLT-ID übernommen, da diese Nummer die Seite des Ladungsträgers codiert |
Die Funktionalität des Notfallprozesses ist in allen Funktionen integriert wurden, wo die RFLT-ID eingegeben werden kann • Packstückverwaltung RFLT-ID zuweisen • BE-FUSION RFLT-ID zuweisen • Kommissionierung über BE-FUSION



Über die Packstückverwaltung kann einem Packstück im Lager die RFLT-ID zugeordnet werden.

Entspricht die Eingabe im Feld „Neue RFLT-ID“ der Struktur des RFID-Tags gemäß der Regex-Einrichtung in der BE-FUSION-Einrichtung, wird dieser Eintrag in die Packstückposten übertragen. Entspricht die Eingabe im Feld „Neue RFLT-ID“ nicht dieser Struktur, wird davon ausgegangen, dass die externe Seriennummer des Ladungsträgers eingegeben wurde.

Als Debitor wird der erste Eintrag verwendet, welcher in den Artikelreferenzen mit dem Haken RFLT-ID-Pflicht des Ladungsträgers erscheint.

Die DUNS-Nr. wird aus den Debitoren-Stammdaten verwendet.
Die Zuweisung einer RFLT-ID über BE.-FUSION ist analog in Prozess und Umfang zur Funktionalität über den Web-Client.
https://dev.azure.com/BE-terna-Development/0bbe97f3-24f5-41aa-9dbe-a4d0d7afc6cb/_apis/git/repositories/ed2ed4e5-406f-407f-b176-7c1c9898c7cc/Items?path=/.attachments/Bild35-fdae9dd2-730e-4269-803b-fca37e0ff09d.png&download=false&resolveLfs=true&%24format=octetStream&api-version=5.0-preview.1&sanitize=true&versionDescriptor.version=wikiMaster



Die RFID-Pflicht wird bei Erstellung des Warenausgangs an die Packstruktur des Warenausgangs weitergegeben.
Die Pflicht wird in der Warenausgangs-Packstruktur hinterlegt, wenn der LT-Artikel für den Debitor des Automotiven Verkaufsauftrages, für welchen der Warenausgang erstellt wurde, in den Artikelreferenzen den entsprechenden Haken besitzt.

Gleiches gilt für den RFLT-ID-Status in der Packstruktur.











In der unregistrierten Packstruktur des Warenausgangs kann der RFLT-ID-Prüfstatus wie auch die RFLT-IDs der jeweiligen Packstücke manuell angepasst werden. Somit könnte auch ein Warenausgang verbucht werden, für den real keine RFID-Scans vorgenommen wurden. Dieser Prozess ist als Sonderprozess für technische und terminliche Notfälle anzusehen.