7.12 Stornierungsprozesse

1 Einkauf

1.1 Stornierung Wareneingang

Wurde ein Wareneingang versehentlich mit falscher Menge gebucht, kann der Wareneingang storniert werden​

Achtung: Ein Storno des Wareneingang ist nur möglich, wenn die Einlagerung noch nicht registriert wurde! ​

Hierzu müssen erst die Packstückaktivitäten gelsöcht werden, bevor die Einlagerung gelöscht werden kann. Hierzu müssen die Packstückaktivitäten gemäß der jweiligen Daten gefiltert werden

image.png

image.png

Anschließend müssen in der geb. Einkaufslieferung alle! Zeilen markiert und der Wareneingang storniert werden.

==image_0==.jpg

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen Wareneingang stornieren zu können:​​ * Einlagerung darf noch nicht verbucht sein​

Das Ergebnis der Wareneingangsstorinierung ist, dass ...

1.2 Einkaufsreklamation

Wenn der Wareneingang verbucht ist, müssen die sich daraus ergebenden Packstücke ins Lager per Packstückaktivität bewegt werden.

Zu diesem Zeitpunkt ist die einzig zur Verfügung stehende Stornierungsfunktion die Einkaufsreklamation.

Somit wird eine Einkaufsreklamation angewendet, wenn … ​

==image_0==.jpg

==image_0==.jpg

Zum logistischen Rückversand der Einkaufslieferung muss ein Warenausgang und eine Kommissionierung erstellt werden.

==image_0==.jpg

==image_0==.jpg

==image_0==.jpg

In der Kommissionierung werden jene Packstücke ausgewählt, welche zurückgesendet werden sollen. ​ ​
Der Warenausgang ist anschließend äquivalent einem normalen Warenausgang.

==image_0==.jpg

==image_1==.jpg

Gemäß der im Einkauf vereinnahmten Packstücke werden die jeweiligen Packstückposten gefilter und angezeigt.

Es ist hierbei von Bedeutung, dass diese Packstückposten als verfügbare Posten (Postenart = Zugang | Verbrauch | Bewegung) im Lager für einen Versand auf einem kommissionierfähigen Lagerplatz zur Verfügung stehen.

==image_2==.jpg

==image_3==.jpg

Nach anschließender Kommissionierung kann der Warenausgang und Versand verbucht werden.

2 Produktion

2.1 Stornierung Istmeldung

2.1.1 Stornierung über Seite "Produktionsrückmeldung" auf Web-Client

Im die Stornierung der Istmeldung über die Seite "Produktionsrückmeldung" zu ermöglichen, muss folgendes Boolean-Feld aktiv geschalten werden:

image.png

Anschließend kann über die Produktionsrückmeldung der Fertigungsauftrag ausgewählt werden, für welchen die Stornierung der Ismtledung durchgeführt wird.

Die obere Einstellung ermöglicht, dass in dem Feld "Fertig gestellte Menge" eine negative Menge eingegeben werden darf. Anschließend vergrauen die übrigen Felder und, je nach Artikeleinrichtung, muss vor Auswahl des zu stornierenden Artikelpostens die Chargennummer des Packstückpostens ausgewählt werden.

image.png

image.png

Bei einer normaler Istmeldung wird die Chargennr. auf der Prod.-Rückmeldung gesetzt (auf FA-Nr.). Bei einem Storno (Eingabe neg. Menge) wird die Chargennr. auf der Prod.-Rückmeldung generell auf gesetzt, bleibt aber bearbeitbar. Der Anwender kann was eingeben.

In den auswählbaren Artikelposten fürs Storno wird der Filter für die Chargennr. nur dann gesetzt, wenn in der Prod.-Rückmeldung eine Chargennr. eingegeben wurde. Nach Auswahl des Artikelpostens wird die Chargennr. dieses Postens in die Prod.-Rückmeldung übernommen.

Die Stornierung der Istmeldung verursacht keine automatisierte Rückbuchung der verbrauchten Posten, diese müssen immer nachträglich manuell storniert werden.

Die Stornierungsfunktion über die Produktionsrückmeldung ist lediglich im Web-Client verfügbar und nicht für die Scanneranwendung programmiert.

2.1.1 Stornierung über Istmeldungs-Buch.-Blatt

Im Buchblatt muss der letzte Arbeitsgang des Fertigungsauftrages mit der negativen menge eingegeben werden.

image.png

Anschließend muss diese Menge in Bezug auf die zu stornierenden Chargen in die Aritkelverfolgungszeilen eingetragen werden.

image.png

Bei der Buchung wird anschließend der letzte, zurückgemeldete Packstückpostens gesucht. Aus diesem soll die stornierte Menge entnommen werden.

Wenn dieser schon bewegt wurde, muss dieser Posten wieder zurück auf FI bewegt werden.

image.png

2.2 Stornierung Verbrauchsmeldung

Die Stornierung der Verbrauchsbuchung des Standards ist Logik der Packsturkturen ergänzt wurden. Der Stornierungsprozess ist hierbei identisch mit dem Standard-Stornierungsprozess von Business Central.

Dabei wird im Verbrauchsbuchblatt eine negative Menge in der Zeile eingetragen. Anschließend wird in der Zeile der Ausgleich mit der laufenden Nummer der damaligen Ist-Meldung ausgewählt. Soweit der Artikel chargenpflichtig ist, wird in den Aritkelverfolgungscodes die Chargennummer, nochmals die negative Menge und der auszugleichende Artikelposten angegeben.

20250630_073722.gif

Die LSC-Lösung ordnet nach der Buchblattbuchung die stornierte Menge einem Packstück zu und erhöht dieses um die Menge.

image.png

Dabei wird das Packstück, in welches die Menge zurückgeschrieben wird, innerhalb der Packstückposten nach folgenden Kriterien ausgewählt:

image.png

Soweit kein verfügbares Packstück gemäß diesen Filtern vorhanden ist, erscheint eine Fehlermeldung.

3 Verkauf

3.1 Stornierung Warenausgang

Anwendungsfall: Warenausgang wurde erstellt und verbucht. Transport wurde angelegt und verbucht. ​

==image_0==.jpg

Ein Warenausgang kann nur storniert werden, wenn die Lieferung noch nicht fakturiert wurde.​ Die Stornierung über geb. Verkaufslieferungen ist möglich. ​ Hierfür müssen alle Zeilen markieren, welche storniert werden sollen​. Dabei sollten keine Packmittel markiert werden. Es werden automatisch Aktivitäten der stornierten Waren von WA-Lagerplatz ins Lager entstehen. Anschließend muss der Ziellagerplatz manuell festgelegt werden​. ​ ==image_0==.jpg

3.2  Verkaufsreklamation

3.2.1 Anwendungsfall

Warenausgang gebucht – Transport gebucht – Lieferung ist fakturiert​

3.2.2 Prozess Verkaufsreklamation

Über „geb. Verkaufslieferung“ wird über die Herkunftszeile die jeweiligen Packstücke auf Basis des Lieferscheines ausgewählt​.

Über den Kreditor werden anschließend die gebuchten Lieferungen abgerufen​.

​ ==image_0==.jpg

==image_0==.jpg

Aus der Verkaufsreklamation heraus wir anschließend der Wareneingang erstellt.

==image_0==.jpg

Über die Packstruktur des Wareneingangs werden die reklamierten Packstücke ausgewählt. Bei der Auswahl der Packstücke kann ebenfalls nach der VDA-Nr. der reklamierten Packstücke gesucht werden​. Singles und Master müssen nunausgewählt werden. Die Auswahl des Masters zieht hier jedoch nicht automatisch alle untergeordneten Singles mit​. Diese müssen immer jeweils einzeln markiert werden.

==image_0==.jpg

==image_1==.jpg

==image_2==.jpg

Beim Registrieren der Packstruktur wird die Verk.-Reklamation und der Wareneingang um die Verpackungsartikel ergänzt, beim Rückgängigmachen der Registrierung wieder entfernt.

Nach der Registrierung der Packstruktur kann der Wareneingang gebucht werden​. Es entstehen automatisch gemäß der Einlagerungsvorlage Packstückaktivitäten vom Wareneingang ins Lager​. Ehemalige Packstücke aus dem Versand werden durch die Reklamation wieder reaktiviert​.

==image_0==.jpg

==image_0==.jpg

3.2.3 QS-Aktivität nach Eingang Verkaufsreklamation

Über den Reklamationsgrundcode kann gesteuert werden, ob beim Buchen des Wareneingangs für die retournierte Ware eine QS-Prüfung erforderlich ist.  Auf der Seite der "Reklamationsgründe" gibt es hierfür eine neue Spalte "QS-Anforderung".

image.png

Die Einrichtung "Artikel" prüft hierbei auf die QS-Pflicht des Aritkels und erstellt nach dessen Einrichtung eine QS-Aktivität vom Wareneingangslagerplatz zum QS.Platz nach Buchung des Wareneingangs.

3.2.4 Prozess Verkaufsreklamation mit verpackten Leergut

Es können keine als verpackte Artikel gekennzeichneten Ladungsträger über eine VK-Reklamation vereinnahmt werden.

Diese Ladungsträger können auf der Seite "Zu stornierende gebuchte Belegzeilen abrufen..." über "Packstückzeilen ausblenden" abgefiltert werden.

image.png

3.2.5 Prozess Verkaufsreklamation aus EDL-/Konsignationsprozess

Es können keine Packstücke innerhalb der Verkaufsreklamation zugewiesen werden, welche aus einer Lieferung auf Basis eines Konsignationsprozesses entstanden sind.

Eine Reklamation dieses Prozesses sollte folgendermaßen geschehen:

Soweit noch keine Rechnung über die gelieferte Menge vom Konsi-Lager an den Kunden erstellt wurde, kann die Verkaufslieferung storniert werden. Ansonsten muss eine Verkaufsreklamation erstellt werden.

Die Ware muss anschließend vom Konsignationslager an den Hauptlagerort zurückgelagert werden. Es können hierbei die alten Packstücke nicht reaktiviert werden, sondern im Wareneingang am Hauptlagerort müssen die Packstücke neu vergeben werden und ebenso neu belabelt werden.

Die Problematik, welche nun besteht, ist die Minderung der Automotiven Verkaufsaufträge um rückgelagerte Menge.

Hier sollte nun durch eine manuelle Minderung der Lieferfortschrittzahl um die rückgelagerte Menge eine Korrektur vorgenommen werden.

In this article